Das Kieler Runenprojekt

Diese Seite drucken

Das Kieler Runenprojekt war ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von 1993-1999 und von 2001-2012 gefördertes Forschungsvorhaben am Nordischen Institut (heute Institut für Skandinavistik, Frisistik und Allgemeine Sprachwissenschaft) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. Edith Marold und (seit 2004) Dr. Christiane Zimmermann. Als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen waren Martina Dietz, M.A., Dr. Christiane Zimmermann, Dr. Ute Zimmermann, Dr. Jana Krüger und Carina Nüdling, M.A., mit dem runologischen und sprachwissenschaftlichen Teil der Projektarbeit betraut, unterstützt von den Hilfskräften Wiebke Strank, Jürgen Laun, Eiken Friedrichsen, Carina Nüdling und Vivian Busch. Für die Erstellung und Betreuung dieser Internetversion des Projektes zeichnet Stefan Wuttke verantwortlich. Die archäologischen Begleittexte erstellten Dr. Oliver Grimm, Dr. Uta Maria Meier und Dr. Annette Siegmüller.

Ergebnis des Projektes ist eine sprachwissenschaftliche Datenbank der ältesten Schriftdenkmäler des Germanischen, der Inschriften im älteren Futhark. Diese Datenbank soll die bestehenden Bibliographien,  Lexika und Handbücher ergänzen und die Forschungsergebnisse der Runologie für Untersuchungen der frühen Phasen der germanischen Einzelsprachen sowie der germanischen Grundsprache einem weiteren Benutzerkreis zur Verfügung stellen.

Die Datenbank besteht aus vier Dateien (Funddatei, Literaturdatei, Deutungsdatei, Wortdatei). Diesen sind Textdateien mit archäologischen Informationen und Bildmaterial zu den einzelnen runischen Objekten angegliedert.

Bei der vorliegenden Internetversion der Datenbank handelt es sich um die zentrale Veröffentlichung des Projektes. Sie enthält im Einzelnen:

Alle Dateien sowie das Bildmaterial zu den einzelnen Inschriftobjekten sind in der vorliegenden Internetversion über verschiedene Standardabfragen erschlossen und für individuelle Recherchen nutzbar.

Eine Neuedition der Inschriften im älteren Futhark auf Basis der hier erzielten Forschungsergebnisse wird in Verbindung mit dem neu bewilligten runologischen Forschungsvorhaben RuneS - Runische Schriftlichkeit in den germanischen Sprachen, vgl. runes.adw-goe.de (Projekt der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen im Rahmen des Akademienprogramms der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften) erfolgen. Die Publikation wird gemeinsam mit zwei weiteren Editionen (Edition der altenglischen Inschriften, Edition der skandinavischen Runica Manuscripta) voraussichtlich im Jahr 2014 erfolgen.

 

Das Partnerprojekt in Eichstätt

Kurz nach Beginn des Kieler Runenprojekts begann an der Katholischen Universität Eichstätt unter der Leitung von Prof. Dr. Alfred Bammesberger und unter Mitarbeit von PD Dr. Gabriele Waxenberger ein ebenfalls von der DFG gefördertes Forschungsvorhaben zur Erfassung der altenglischen Runeninschriften. Beide Projekte arbeiteten von Beginn an mit derselben Datenbankstruktur und denselben Eingabeformaten, mit dem Ziel, die beiden Datenbanken zusammenzuführen. Die intensive Zusammenarbeit der Projekte wird nun im neuen Akademievorhaben  RuneS - Runische Schriftlichkeit in den germanischen Sprachen, vgl. runes.adw-goe.de, fortgeführt.